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Sarek 2004

Hinweis: Alle GPS-Koordinaten sind entsprechend der üblichen Wanderkarte für den Sarek (Fjällkartan BD 10, Sareks nationalpark, Topografisk karta 1:100000) Angaben im Swedish Grid nach dem RT 90 Koordinatensystem.

Dieses Mal hatte ich eine Digitalkamera mit, deshalb gibt's auch mal wieder Photos im Netz. Am Kungsleden, 17.08.04, 2150


(GPS 04-01): O1584791 N7431626 SG, h 427 mNN

Sind heute angekommen nach Bus-, Zug- und wieder Busfahrt. Nach etwa einer Stunde Wanderung das Lager aufgeschlagen noch am Kungsleden - wir kamen sehr spaet in Kvikkjokk an. Die Fahr war bequem, habe sogar im Zug im Schlafwagen sehr gut schlafen koennen.

Zum Abendessen gab es Luxustrockenfutter: Elchragout aus der Tuete von Globetrotter, was sehr lecker war.

Unschoen an diesem Lagerplatz sind die unzaehligen Muecken - alles draussen ist schwarz davon, obwohl das Wetter draussen schoen ist, mussten wir drinnen essen, sonst waeren wir aufgefressen worden. Es ist hier wohl noch zu gruen und zu warm, so dass die Muecken gut gedeihen. Ein kleiner Zipfel Stofftuete (etwa 10x10 cm) liegt draussen frei, darauf sitzen gerade sieben Muecken.

Jetzt wird es zu dunkel zum Schreiben, morgen mehr.

Am Lulep Varddo, 18.08.04, 1947

(GPS 04-02): O1586302 N7440370 SG, h 694 mNN

Weit sind wir heute nicht gelaufen, obwohl wir fuenf Stunden unterwegs waren. Gegen 13 Uhr sahen aber die Wolken hinter uns derart bedrohlich aus, dass wir, an einem sehr geeigneten Platz angekommen, das Zelt aufbauten, wobei es auch schon zu regnen begann.
Nach einer Stunde etwa, die Miriam lesend und schlafend verbracht hatte, schien draussen die Sonne, und das Wetter war hervorragend - und ist es noch.

Auf dem weiteren Weg lag einer der hier oefter in den Suempfen vorkommenden Voegel leider tot am Wegesrand, sehr pueschelig, aber sehr leblos. Ich wuesste nicht, was es hier "unten" schon fuer Raubtiere gibt...

Bald wird auch fuer uns die Sonne hinter den Bergen ganz verschwinden; auf unserem Zielberg, den wir vorhin hell strahlen sehen konnten (er ist oben ziemlich schneebedeckt) ist auch schon keine Sonne mehr, nur noch oben am Gipfel, der aber von den Wolken jetzt ganz verhangen ist.

Eigentlich haetten wir heute bis Parek gehen wollen, aber da wir es bis dort nicht mehr wagen wollten (wir hatten wieder Angst vor den dunklen Wolken), haben wir unser Zelt vor den Suempfen vor Parek aufgeschlagen an einer schoenen Stelle mit - O Wunder, O Freude - reichlich Multebeeren in der Naehe. Die haben uns sowohl Vor- als auch Nachspeise zum Abendbrot (Zwiebelsuppe mit Glasnudeln) geboten, und gleich dahinter war ein kleiner Bach zum Wasserholen, Waschen und Zaehneputzen.

Jetzt wird es kuehl im Zelt, das wir zur Beleuchtung offengelassen haben (mit Mueckenschutz natuerlich, anders geht es nicht), wir werden also aufhoeren, zu lesen und zu schreiben.

Am Boarektjakka, 20.08.04, 1115

(GPS 04-03): O1585183 N7448263 SG, h 1100 mNN

Gestern in knapp sieben Stunden reichlich Weg geschafft, haben Parek unfreiwillig zum ersten Mal "richtig" gesehen, indem wir kreuz und quer an ziemlich vielen Huetten und Haeusern vorbeigewandert sind, eines davon mit Radiosender (zumindest die Antenne stand draussen) und Hubschrauberlandeplatz auf dem "Zelten verboten" war.

Dann begannen wir auf einem gut sichtbaren Pfad den Aufstieg an den Boarektjakka, wobei es eine gute Watstelle ueber den Gasskagarsajagasj gibt bei O1584564 N7446533 SG.

An einem kleinen Bach angekommen, wurden wir von Regen ueberrascht, nachdem es vorher nur ab und zu genieselt hatte, wobei wir stets weitergewandert waren. Dieser Regen schien jedoch ein ernsthafter zu werden, also schlugen wir, etwas in Eile, da es uns reichlich durchnaesste, das Zelt auf. Es goss die ganze Nacht durch, unter meiner Liegeflaeche lag ein Stein, und ich habe kaum geschlafen.

Jetzt (ich war kurz draussen und habe Wasser geholt) haben wir Cappuccino getrunken und warten darauf, dass das Zelt trocken wird - der Regen hat vor ein paar Minuten zum ersten Mal aufgehoert, vorher war das trockenste ein lebhaftes Nieseln gewesen.

Es ist gleich zwoelf Uhr, wenn das Zelt bis dahin trocken sein sollte, so dass wir packen koennten, gehen wir heute noch weiter, ansonsten bleiben wir wohl noch eine Nacht an diesem ungemuetlichen Ort.

Immerhin ist das Zelt ganz geschuetzt aufgebaut, nach einer Richtung ist es gut abgespannt, auf einer Seite ist der Hang, die dritte Seite steht an einem grossen Stein (etwa so gross wie das Zelt), und de vierte Seite war gestern abend die wetterabgeandte. Dennoch ist auch das Innenzelt nassgeworden, wir haben die Schlafsaecke dann mit Miriams Regencape abgedeckt.

Jetzt hat sich draussen der Nebel gelichtet (wir waren die Nacht eber wohl in einer Wolke), und wir werden mal aus dem wohlig-warmen Zelt kriechen, um es von aussen trocken zu wischen. Womoeglich kommen wir heute dann noch weiter.

Nachtrag, 1625

Es hat wieder geregnet, derzeit ist's wieder trocken, aber ohnehin zu spaet, noch aufzubrechen. Wir kochen Abendesen: Tomaten-Mozarella-Suppe mit Couscous als Saettigungsbeilage. Als Nachtisch wird es Tassenpudding "Sahne-Mandel" geben - als Trostpflaster.

Am selben Ort, 21.08.04, 1019

Regen, Regen, immer wieder Regen.

Die Nacht war etwa so angenehm wie die letzte, etwas seltener aufgewacht bin ich wohl. Miriam meint, sie habe durchgeschlafen. Beim Aufstehen (Aufsetzen, besser gesagt) auch noch den Hals verdreht.

Draussen ist eine dichte, truebe Wolkensuppe, den Huegel, ueber den wir vorgestern hierher gekommen sind, sieht man schon nicht mehr.
Spass macht mir das gerade nicht.

Nachtrag, 1236

Wir brechen auf, denke ich, aber wohl ohne Abstecher zum Observatorium, wenn "drueben" nicht die Sonne scheint.

(GPS 04-P01): O1591399 N7449600 SG - 6.2 km Luftlinie von hier aus.

Am Boarektjakka, 21.08.04, 1944

(GPS 04-05): O1587570N7451595SG, h 1010 mNN

Miriam wollte unbedingt um die Ecke (des Berges) gucken und abwarten, ob morgen nicht noch so schoenes Wetter ist, dass sie mich zum Aufstieg zum Gletscher ueberreden kann, wozu ich gerade nicht motiviert bin. Den See, zu dem ich erst gehen wollte, sehen wir von hier aus nicht einmal, wohl aber die Renvaktarstuga unten im Tal und die Bruecke, die aeusserst massiv und aus Stein gebaut zu sein scheint. Auf beiden Seiten des Gadokjahka, den diese Bruecke ueberspannt, sehen wir zwei rote Zelte aufgebaut, in reichlichen Abstand zum Fluss, am suedlichen sahen wir jemand durch die Gegend laufen, vielleicht, um Wasser zu holen.

Nun haben wir in ganz schoenem Wetter, das uns auch die vier Stunden unterwegs (mit einer Watstelle) begleitete, das Zelt hier am Hang aufgebaut auf einem kleinen Plateau mit weichem und ziemlich trockenen Untergrund. Aus Miriams Zeltseite hat man sogar einen wunderbaren Ausblick in Richtung des Tals, durch das der Gletscher erreichbar waere, in meiner Richtung verdecken Bergfalten den Blick auf den Rueckweg zum Kungsleden (ueber den besagten unsichtbaren kleinen See).

Zum Abendbrot gab es Nudeln mit Tomaten-Mozarellasauce, die aber eher nur nach Tomate schmeckte, versetzt mit Kartoffelpueree - zur Motivation (und Belohnung fuer den anstrengenden Weg ueber den Bergsattel heute) gibt's gleich noch Tee und eine Pfirsich-Maracuja-Kaltschale als Nachtisch. Vom Kochen habe ich mal ein Photo gemacht...

Das Highlight heute teilen sich zwei Lemminge, die vor mir auf dem "Weg" herumhuschten und eine Gruppe von vier Rentieren, die vorhin hier in der Naehe unseres jetzigen Zeltplatzes grasten.

Oh - wichtiger Nachtrag: Beim naechsten Mal unbedingt an Gummis fuer die Hosenbeine beim Waten denken! Nichts ist bloeder als wenn einem mitten im kalten, wilden Strom ploetzlich die sorgfaeltig hochgekrempelten Hosenbeine wasserwaerts rutschen. Festschnueren hilft auch nicht immer dauerhaft.

Am selben Ort, 22.08.04, 1208

Es regnet seit heute nacht. Ich werde nur sehr schwer zu einer Tour zum Gletscher zu ueberreden sein...

Heute nacht, bevor es regnete, sind wir von seltsamen Geraeuschen am Zelt aufgewacht: Irgendetwas stupste die Zeltplane an, strich darueber, stupste wieder und so weiter. Nachdem wir uns im Zelt bewegt und ich einmal "Hej" gerufen hatten, hoerten die Geraeusche auf, ich schaute aus dem Zelt und sah in vielleicht 20 Meter Entfernung drei Rentiere stehen. Die hatten offenbar auf ihrem naechtlichen Streifzug das Zelt gefunden und beschnuppert. In der Naehe umherstapfen hoerte man sie dann noch laenger, das Zelt haben sie aber in Ruhe gelassen.

Gerade gab es zum Fruehstueck Ruehrei aus der Tuete - sehr lecker. Nun beginnt wieder das Warten auf besseres Wetter, waehrend sich in den Vorzelten die Pfuetzen bilden.

Ebendort, 22.08.04, 1640

Immer noch Regen. Miriam meint, man koenne sich einbilden, es sei heller geworden, auf jeden Fall wird der Regen weniger, dafuer zerrt jetzt ein kraeftiger Wind am Zelt, hat schon einen Haering herausgezogen, den ich aber aus dem Zelt heraus wieder feststecken konnte.

Unangenehm nur, wenn man "mal muss" - raus in das naskalte Wetter aus dem warmen, weil mit Schlafsaecken und dicken Jacken gepolsterten Zelt, und das dann nur, um sich draussen noch voellig zu entbloessen - die Schattenseiten der Wildniswanderung.

Heute kommen wir wohl nicht mehr weg hier: Ich koennte meinen "Schlafanzug", das ist ein sonst nicht benutztes T-Shirt, eine lange Unterhose, ein Paar Wollsocken und ein Sweatshirt, genausogut jetzt wieder anziehen - Miriam hat ihre Schlafsachen gleich anbehalten und liegt im Schlafsack.

Die beiden roten Zelte weiter unten im Tal sind verschwunden - die Bewohner haben wohl die bessere Ausruestung oder sind einfach haerter im Nehmen als wir.

Ich hoffe, wir muesen nicht noch einen Tag hier verbringen - ich habe dieses Rumsitzen satt...

Nachtrag, 1912

Seit zwei Stunden ist es trocken, wenn auch noch sehr windig. Wenn es morgen solches Wetter ist, brechen wir Richtung Kungsleden auf - aber mit Schal, Ohrenband und Handschuhen.

Derzeit machen wir unsere Schlechtwetter-Schokolade nieder, zum Abendbrot wird es spaeter Griesskloesschensuppe geben.

Vorhin hatten wir heissen Tee - aus Regenwasser aus einer Pfuetze, wir wollten nicht bis zum Fluss gehen fuer frisches Wasser, und so hat Miriam sich (wie eigentlich immer) erbarmt und abgewaschen und dieses Teewasser mitgebracht. Die Suppe, die nicht wirklich kochen muss, werden wir aus den Vorraeten an Flusswasser bereiten.

Ebendort, 23.08.04, 0903

(GPS 04-P02): O1595600N7448600SG
(GPS 04-P03): O1596460N7446480SG
(GPS 04-P04): O1598100N7444800SG

Nachtrag, 1046

Erinnerung: Neuen Haering kaufen - einer fehlt seit letztem Jahr!

Am Kungsleden, 23.08.04, 1951

(GPS 04-07): O1598103N7445122SG

Nachdem es heute morgen nur sehr windig, aber trocken war, sind wir Richtung Kungsleden aufgebrochen.

Miriam wollte den Weg am Hang (vgl. Koordinaten von gestern) abkuerzen, was uns einen zwar kuerzeren, aber durch Sumpf und Weidengebuesch fuehrenden Weg bescherte. Nachdem das geschafft war und wir viele Begegnungen mit Rentiergrueppchen hatten, sind wir nach 7h30m nun etwas oberhalb des Kungsleden (man kann eine seiner Bruecken in vielleicht 300m Entfernung sehen) zur Nacht geblieben.

Ob wir morgen nach Kvikkjokk zurueckgehen (ein Tagesmarsch vermutlich) oder nach Kebnats weitergehen (wohl drei Tage), entscheiden wir morgen nach Wetterlage - ich favorisiere die erstere, Miriam die zweite Variante. Zum Abendbrot gab's Waldpilzsuppe mit Kartoffelpueree, vielleicht machen wir uns gleich noch einen Nachtischpudding.

Zaehneputzen wird wohl heute abend ausfallen, wir liegen schon in unseren Schlafsaecken - die Wandersachen sind vom Laufen mit Regenjacke (gegen den Wind, der den ganzen Tag stark und kalt blieb) klatschnass - von innen.

STF Fjaellstuga Aktse, 25.08.04, 0838

Gestern in fuenfeinhalb Stunden zum Bootsanleger gegangen, die Wanderung auf dem Kungsleden ist schon deutlich anders als ohne Weg... Und staendig trifft man Leute!

Um 1730 schliesslich das Boot ueber den Laitaure genommen, 100kr pro Person, und Montags waere es nicht gefahren. Eine Dreiviertelstunde bevor das Boot fuhr, waren vier Leute mit einem Ruderboot aufgebrochen zum anderen Ufer - bei dem starken Wind gestern nachmittag auf dem See wurden sie erheblich abgetrieben und waren, als wir schliesslich mit dem Motorboot auf der anderen Seite ankamen, zwar auch am anderen Ufer des Ses, aber etwa so weit abwaerts des Anlegers wie das Ausgangsufer entfernt war.

Heute sollten wir bis zur naechsten Bootsfahrt kommen, also bis zur Schutzhuette Svine - eigentlich kein Problem, aber Miriam will noch bei den beiden "Offerplaetse" auf dem Weg vorbei. Mal schauen, ob man da etwas sieht.

Kurz hinter Sitojaurestugorna, 25.08.04, 1933

(GPS 04-09): O1613948N7462357SG
  • Erst einmal Abendessen: "Pasta Funghi", natuerlich mit Kartoffelpueree. -

So, nun haben wr nur noch das Problem, dass es hier kein Trinkwasser in der Naehe gibt und wir nicht wissen, wann wir morgen auf Wasser stosen. Das Esen haben wir aus einem Sumpf hier gekocht, aber kalt sollte man das wohl besser nicht trinken.

Heute hatten wir im Weg eine fiese Steigung gleich nach Aktse, auf zwei Dritteln der Hoehe ging dann ein Weg zu einem "Offerplats" ab (sogar ausgeschildert fuer den Skierffe-Gipfel, auf den zahlreiche andere Wanderer wollten). Der Opferplatz war wohl ein gewaltiger Steinblock (siehe Photos), an dem sogar heute noch Dinge zu passieren scheinen, jedenfalls war er an einer Stelle mit bunten Faehnchen geschmueckt.

Dann ging's weiter steil aufwaerts, immerhin versuesst durch reife Blaubeeren, die am Weg wuchsen und an denen sich hauptsaechlich Miriam guetlich tat.

Irgendwann wurde es wieder flacher, schliesslich eben, und dann ging es immer steiler bergab. Schliesslich fuehrte der Kungsleden noch durch etwas Sumpf - stets beplankt -, bis wir zum Anleger Svine kamen. Dort musste man eine Boje einen Mast hochziehen, worauf ein sehr freundlicher Faehrmann mit seinem Motorboot kam und uns uebersetzte (fuer wiederum 100kr pro Person). Kurz vor dem Zielufer kamen uns zwei Leute (ein Paerchen) im Ruderboot entgegen, unser Faehrmann meinte "oh, those are Germans!", und er wollte wissen, was "hello" auf Deutsch heisst.

Ich erklaerte ihm "Hallo", "Moin" und, der Seefahrt angemessen, "Ahoi", was er dann auch prompt an den beiden ausprobierte - und "Ahoi!" schallte es zurueck, begleitet von "Ihr faulen Hunde!"...

Zu guter Letzt hier noch ein wenig bergauf gegangen, da man bei der Huette nicht zelten konnte - und nun fertig fuer die Nacht.

Morgen liegen dann lauf Schild an der Huette noch 20 km bis Saltoluokta vor uns - Boote mit Busanschluss fahren von dort aus um 1125 und 1715.

Miriam maekelt die ganze Zeit, dass ich nicht geschrieben habe, dass wir so einen Tierbau gesehen haben, mutmasslich Vielfrass, mit derartig grossen Loechern, dass man beser nicht hineintritt: Mindestens sieben Loecher zu wieder mindestens 30cm Durchmesser auf wenigen Metern Weg.

STF Fjaellstation Saltoluokta, 27.08.04, 1026

Sind gestern die 20km in knapp sieben Stunden gegangen, plus eine Stunde Mittagspause in der Schutzhuette Autsutjvagge, die sehr neu zu sein schien und offenbar auch zum Uebernachten bestens geeignet waere. Weil wir noch so viel Essen uebrighaben, haben wir uns sogar warmes Mittagessen gehabt.

Hier in der Fjaellstation (wir haben uns aber einen Zeltplatz zu 180kr gemietet) der reinste Luxus: Eine "Servicestation" mit Kochraum, Trockenraum, heissen Duschen und sogar Saunen - getrennt fuer Maennlein und Weiblein, und alles ist kostenlos fuer Gaeste. Damit ist der Preis auch nicht zu hoch fuer den Zeltplatz, finde ich. Lediglich die Kueche des Restaurants hatte, als wir mit Duschen fertigwaren, schon geschlossen, und so gab es gestern abend noch einmal Tuetenverpflegung im Zelt.

Jetzt haengt mein Handy in der Haupthuette an einer "Handyladestation" (in der Rezeption), und wir warten auf das Boot zum Bus.

Gestern auf dem Weg, nach der Schutzhuette, fanden wir auf dem Weg einen wohl leider toten (oder sehr gut simulierenden) Lemming - sah sehr heil aus und war, wenn wirklich tot, so doch nicht sehr lange, so dass wir ihn vorsichtig gestreichelt haben - sehr puschelig und weich, etwa wie Kaninchenfell, wenn nicht noch weicher. Vorsichtshalber haben wir uns danach doch sofort die Haende gewaschen.

Gaellivare, 27.08.04, 1740

Mit dem Bus ging's von Kebnats (andere Seeseite von Saltoluokta) bis hier fuer 135kr pro Person. Hier im Bahnhof im Reisebuero (geoeffnet Mo-Fr 0930-1700, Connex-Tlf. +(SE) 771 260000) konnten wir tatsaechlich noch fuer heute zwei Schlafwagenplaetze reservieren bis Stockholm. Abfahren werden wir hier um 1942, heisst, wir haben noch rund zwei Stunden totzuschlagen - eingekauft haben wir schon und bei einem Inder in der Innenstadt ganz gutes Essen zu Mittag gehabt.

Morgen Mittag werden wir in Stockholm ankommen, dann muessen wir noch einen Platz im Bus nach Hamburg bekommen. Mal schauen, ob das auch so gut funktioniert - sonst kenne ich auch noch eine nette Kneipe in Stockholm...

Jetzt schauen wir erst einmal, ob's im "Presbyra" nebenan auch nicht-schwedisches zu lesen gibt fuer die Wartezeit und unterwegs...