Reise nach Nordschweden, 15. bis 29. August 2004
Sarek 2000
Sarek 2001
Sarek 2002
Sarek 2007
Hinweis: Alle GPS-Koordinaten sind entsprechend der üblichen Wanderkarte für den Sarek (Fjällkartan BD 10, Sareks nationalpark, Topografisk karta 1:100000) Angaben im Swedish Grid nach dem RT 90 Koordinatensystem.
Dieses Mal hatte ich eine Digitalkamera mit, deshalb gibt's auch mal wieder Photos im Netz.
Sind heute angekommen nach Bus-, Zug- und wieder Busfahrt. Nach etwa einer
Stunde Wanderung das Lager aufgeschlagen noch am Kungsleden - wir kamen sehr
spaet in Kvikkjokk an. Die Fahr war bequem, habe sogar im Zug im Schlafwagen
sehr gut schlafen koennen.
Zum Abendessen gab es Luxustrockenfutter: Elchragout aus der Tuete von
Globetrotter, was sehr lecker war.
Unschoen an diesem Lagerplatz sind die unzaehligen Muecken - alles draussen
ist schwarz davon, obwohl das Wetter draussen schoen ist, mussten wir
drinnen essen, sonst waeren wir aufgefressen worden. Es ist hier wohl noch
zu gruen und zu warm, so dass die Muecken gut gedeihen. Ein kleiner Zipfel
Stofftuete (etwa 10x10 cm) liegt draussen frei, darauf sitzen gerade sieben
Muecken.
Jetzt wird es zu dunkel zum Schreiben, morgen mehr.
Weit sind wir heute nicht gelaufen, obwohl wir fuenf Stunden unterwegs
waren. Gegen 13 Uhr sahen aber die Wolken hinter uns derart bedrohlich aus,
dass wir, an einem sehr geeigneten Platz angekommen, das Zelt aufbauten,
wobei es auch schon zu regnen begann.
Nach einer Stunde etwa, die Miriam lesend und schlafend verbracht hatte,
schien draussen die Sonne, und das Wetter war hervorragend - und ist es
noch.
Auf dem weiteren Weg lag einer der hier oefter in den Suempfen vorkommenden
Voegel leider tot am Wegesrand, sehr pueschelig, aber sehr leblos. Ich
wuesste nicht, was es hier "unten" schon fuer Raubtiere gibt...
-Bald wird auch fuer uns die Sonne hinter den Bergen ganz verschwinden; auf
unserem Zielberg, den wir vorhin hell strahlen sehen konnten (er ist oben
ziemlich schneebedeckt) ist auch schon keine Sonne mehr, nur noch oben am
Gipfel, der aber von den Wolken jetzt ganz verhangen ist.
Eigentlich haetten wir heute bis Parek gehen wollen, aber da wir es bis dort
nicht mehr wagen wollten (wir hatten wieder Angst vor den dunklen Wolken),
haben wir unser Zelt vor den Suempfen vor Parek aufgeschlagen an einer
schoenen Stelle mit - O Wunder, O Freude - reichlich Multebeeren in der
Naehe. Die haben uns sowohl Vor- als auch Nachspeise zum Abendbrot
(Zwiebelsuppe mit Glasnudeln) geboten, und gleich dahinter war ein kleiner
Bach zum Wasserholen, Waschen und Zaehneputzen.
Jetzt wird es kuehl im Zelt, das wir zur Beleuchtung offengelassen haben
(mit Mueckenschutz natuerlich, anders geht es nicht), wir werden also
aufhoeren, zu lesen und zu schreiben.
Gestern in knapp sieben Stunden reichlich Weg geschafft, haben Parek
unfreiwillig zum ersten Mal "richtig" gesehen, indem wir kreuz und quer an
ziemlich vielen Huetten und Haeusern vorbeigewandert sind, eines davon mit
Radiosender (zumindest die Antenne stand draussen) und
Hubschrauberlandeplatz auf dem "Zelten verboten" war.
Dann begannen wir auf einem gut sichtbaren Pfad den Aufstieg an den
Boarektjakka, wobei es eine gute Watstelle ueber den Gasskagarsajagasj gibt
bei O1584564N7446533SG.
An einem kleinen Bach angekommen, wurden wir von Regen ueberrascht, nachdem
es vorher nur ab und zu genieselt hatte, wobei wir stets weitergewandert
waren. Dieser Regen schien jedoch ein ernsthafter zu werden, also schlugen
wir, etwas in Eile, da es uns reichlich durchnaesste, das Zelt auf. Es goss
die ganze Nacht durch, unter meiner Liegeflaeche lag ein Stein, und ich habe
kaum geschlafen.
Jetzt (ich war kurz draussen und habe Wasser geholt) haben wir Cappuccino
getrunken und warten darauf, dass das Zelt trocken wird - der Regen hat vor
ein paar Minuten zum ersten Mal aufgehoert, vorher war das trockenste ein
lebhaftes Nieseln gewesen.
Es ist gleich zwoelf Uhr, wenn das Zelt bis dahin trocken sein sollte, so
dass wir packen koennten, gehen wir heute noch weiter, ansonsten bleiben wir
wohl noch eine Nacht an diesem ungemuetlichen Ort.
Immerhin ist das Zelt ganz geschuetzt aufgebaut, nach einer Richtung ist es
gut abgespannt, auf einer Seite ist der Hand, die dritte Seite steht an
einem grossen Stein (etwa so gross wie das Zelt), und de vierte Seite war
gestern abend die wetterabgeandte. Dennoch ist auch das Innenzelt
nassgeworden, wir haben die Schlafsaecke dann mit Miriams Regencape
abgedeckt.
Jetzt hat sich draussen der Nebel gelichtet (wir waren die Nacht eber wohl
in einer Wolke), und wir werden mal aus dem wohlig-warmen Zelt kriechen, um
es von aussen trocken zu wischen. Womoeglich kommen wir heute dann noch
weiter.
Nachtrag, 1625
Es hat wieder geregnet, derzeit ist's wieder trocken, aber ohnehin zu spaet,
noch aufzubrechen. Wir kochen Abendesen: Tomaten-Mozarella-Suppe mit
Couscous als Saettigungsbeilage. Als Nachtisch wird es Tassenpudding
"Sahne-Mandel" geben - als Trostpflaster.
Am selben Ort, 21.08.04, 1019
Regen, Regen, immer wieder Regen.
Die Nacht war etwa so angenehm wie die letzte, etwas seltener aufgewacht bin
ich wohl. Miriam meint, sie habe durchgeschlafen. Beim Aufstehen (Aufsetzen,
besser gesagt) auch noch den Hals verdreht.
Draussen ist eine dichte, truebe Wolkensuppe, den Huegel, ueber den wir
vorgestern hierher gekommen sind, sieht man schon nicht mehr.
Spass macht mir das gerade nicht.
Nachtrag, 1236
Wir brechen auf, denke ich, aber wohl ohne Abstecher zum Observatoriom, wenn
"drueben" nicht die Sonne scheint.
(GPS 04-P01): O1591399N7449600SG - 6.2 km Luftlinie von hier aus.
Miriam wollte unbedingt um die Ecke (des Berges) gucken und abwarten, ob
morgen nicht noch so schoenes Wetter ist, dass sie mich zum Aufstieg zum
Gletscher ueberreden kann, wozu ich gerade nicht motiviert bin. Den See, zu
dem ich erst gehen wollte, sehen wir von hier aus nicht einmal, wohl aber
die Renvaktarstuga unten im Tal und die Bruecke, die aeusserst massiv und
aus Stein gebaut zu sein scheint. Auf beiden Seiten des Gadokjahka, den
diese Bruecke ueberspannt, sehen wir zwei rote Zelte aufgebaut, in
reichlichen Abstand zum Fluss, am suedlichen sahen wir jemand durch die
Gegend laufen, vielleicht, um Wasser zu holen.
Nun haben wir in ganz schoenem Wetter, das uns auch die vier Stunden
unterwegs (mit einer Watstelle) begleitete, das Zelt hier am Hang aufgebaut
auf einem kleinen Plateau mit weichem und ziemlich trockenen Untergrund. Aus
Miriams Zeltseite hat man sogar einen wunderbaren Ausblick in Richtung des
Tals, durch das der Gletscher erreichbar waere, in meiner Richtung verdecken
Bergfalten den Blick auf den Rueckweg zum Kungsleden (ueber den besagten
unsichtbaren kleinen See).
Zum Abendbrot gab es Nudeln mit Tomaten-Mozarellasauce, die aber eher nur
nach Tomate schmeckte, versetzt mit Kartoffelpueree - zur Motivation (und
Belohnung fuer den anstrengenden Weg ueber den Bergsattel heute) gibt's
gleich noch Tee und eine Pfirsich-Maracuja-Kaltschale als Nachtisch. Vom
Kochen habe ich mal ein Photo gemacht...
Das Highlight heute teilen sich zwei Lemminge, die vor mir auf dem "Weg"
herumhuschten und eine Gruppe von vier Rentieren, die vorhin hier in der
Naehe unseres jetzigen Zeltplatzes grasten.
Oh - wichtiger Nachtrag: Beim naechsten Mal unbedingt an Gummis fuer die
Hosenbeine beim Waten denken! Nichts ist bloeder als wenn einem mitten im
kalten, wilden Strom ploetzlich die sorgfaeltig hochgekrempelten Hosenbeine
wasserwaerts rutschen. Festschnueren hilft auch nicht immer dauerhaft.
Am selben Ort, 22.08.04, 1208
Es regnet seit heute nacht. Ich werde nur sehr schwer zu einer Tour zum
Gletscher zu ueberreden sein...
Heute nacht, bevor es regnete, sind wir von seltsamen Geraeuschen am Zelt
aufgewacht: Irgendetwas stupste die Zeltplane an, strich darueber, stupste
wieder und so weiter. Nachdem wir uns im Zelt bewegt und ich einmal "Hej"
gerufen hatten, hoerten die Geraeusche auf, ich schaute aus dem Zelt und sah
in vielleicht 20 Meter Entfernung drei Rentiere stehen. Die hatten offenbar
auf ihrem naechtlichen Streifzug das Zelt gefunden und beschnuppert. In der
Naehe umherstapfen hoerte man sie dann noch laenger, das Zelt haben sie aber
in Ruhe gelassen.
Gerade gab es zum Fruehstueck Ruehrei aus der Tuete - sehr lecker. Nun
beginnt wieder das Warten auf besseres Wetter, waehrend sich in den
Vorzelten die Pfuetzen bilden.
Ebendort, 22.08.04, 1640
Immer noch Regen. Miriam meint, man koenne sich einbilden, es sei heller
geworden, auf jeden Fall wird der Regen weniger, dafuer zerrt jetzt ein
kraeftiger Wind am Zelt, hat schon einen Haering herausgezogen, den ich aber
aus dem Zelt heraus wieder feststecken konnte.
Unangenehm nur, wenn man "mal muss" - raus in das naskalte Wetter aus dem
warmen, weil mit Schlafsaecken und dicken Jacken gepolsterten Zelt, und das
dann nur, um sich draussen noch voellig zu entbloessen - die Schattenseiten
der Wildniswanderung.
Heute kommen wir wohl nicht mehr weg hier: Ich koennte meinen "Schlafanzug",
das ist ein sonst nicht benutztes T-Shirt, eine lange Unterhose, ein Paar
Wollsocken und ein Sweatshirt, genausogut jetzt wieder anziehen - Miriam hat
ihre Schlafsachen gleich anbehalten und liegt im Schlafsack.
Die beiden roten Zelte weiter unten im Tal sind verschwunden - die Bewohner
haben wohl die bessere Ausruestung oder sind einfach haerter im Nehmen als
wir.
Ich hoffe, wir muesen nicht noch einen Tag hier verbringen - ich habe dieses
Rumsitzen satt...
Nachtrag, 1912
Seit zwei Stunden ist es trocken, wenn auch noch sehr windig. Wenn es morgen
solches Wetter ist, brechen wir Richtung Kungsleden auf - aber mit Schal,
Ohrenband und Handschuhen.
Derzeit machen wir unsere Schlechtwetter-Schokolade nieder, zum Abendbrot
wird es spaeter Griesskloesschensuppe geben.
Vorhin hatten wir heissen Tee - aus Regenwasser aus einer Pfuetze, wir
wollten nicht bis zum Fluss gehen fuer frisches Wasser, und so hat Miriam
sich (wie eigentlich immer) erbarmt und abgewaschen und dieses Teewasser
mitgebracht. Die Suppe, die nicht wirklich kochen muss, werden wir aus den
Vorraeten an Flusswasser bereiten.
Ebendort, 23.08.04, 0903
(GPS 04-P02): O1595600N7448600SG
(GPS 04-P03): O1596460N7446480SG
(GPS 04-P04): O1598100N7444800SG
Nachtrag, 1046
Erinnerung: Neuen Haering kaufen - einer fehlt seit letztem Jahr!
Nachdem es heute morgen nur sehr windig, aber trocken war, sind wir Richtung
Kungsleden aufgebrochen.
Miriam wollte den Weg am Hang (vgl. Koordinaten von gestern) abkuerzen, was
uns einen zwar kuerzeren, aber durch Sumpf und Weidengebuesch fuehrenden Weg
bescherte. Nachdem das geschafft war und wir viele Begegnungen mit
Rentiergrueppchen hatten, sind wir nach 7h30m nun etwas oberhalb des
Kungsleden (man kann eine seiner Bruecken in vielleicht 300m Entfernung
sehen) zur Nacht geblieben.
Ob wir morgen nach Kvikkjokk zurueckgehen (ein Tagesmarsch vermutlich) oder
nach Kebnats weitergehen (wohl drei Tage), entscheiden wir morgen nach
Wetterlage - ich favorisiere die erstere, Miriam die zweite Variante.
Zum Abendbrot gab's Waldpilzsuppe mit Kartoffelpueree, vielleicht machen wir
uns gleich noch einen Nachtischpudding.
Zaehneputzen wird wohl heute abend ausfallen, wir liegen schon in unseren
Schlafsaecken - die Wandersachen sind vom Laufen mit Regenjacke (gegen den
Wind, der den ganzen Tag stark und kalt blieb) klatschnass - von innen.
Gestern in fuenfeinhalb Stunden zum Bootsanleger gegangen, die Wanderung auf
dem Kungsleden ist schon deutlich anders als ohne Weg... Und staendig trifft
man Leute!
Um 1730 schliesslich das Boot ueber den Laitaure genommen, 100kr pro Person,
und Montags waere es nicht gefahren. Eine Dreiviertelstunde bevor das Boot
fuhr, waren vier Leute mit einem Ruderboot aufgebrochen zum anderen Ufer -
bei dem starken Wind gestern nachmittag auf dem See wurden sie erheblich
abgetrieben und waren, als wir schliesslich mit dem Motorboot auf der
anderen Seite ankamen, zwar auch am anderen Ufer des Ses, aber etwa so weit
abwaerts des Anlegers wie das Ausgangsufer entfernt war.
Heute sollten wir bis zur naechsten Bootsfahrt kommen, also bis zur
Schutzhuette Svine - eigentlich kein Problem, aber Miriam will noch bei den
beiden "Offerplaetse" auf dem Weg vorbei. Mal schauen, ob man da etwas
sieht.
- Erst einmal Abendessen: "Pasta Funghi", natuerlich mit Kartoffelpueree. -
So, nun haben wr nur noch das Problem, dass es hier kein Trinkwasser in der
Naehe gibt und wir nicht wissen, wann wir morgen auf Wasser stosen. Das Esen
haben wir aus einem Sumpf hier gekocht, aber kalt sollte man das wohl besser
nicht trinken.
Heute hatten wir im Weg eine fiese Steigung gleich nach Aktse, auf zwei
Dritteln der Hoehe ging dann ein Weg zu einem "Offerplats" ab (sogar
ausgeschildert fuer den Skierffe-Gipfel, auf den zahlreiche andere Wanderer
wollten). Der Opferplatz war wohl ein gewaltiger Steinblock (siehe Photos),
an dem sogar heute noch Dinge zu passieren scheinen, jedenfalls war er an
einer Stelle mit bunten Faehnchen geschmueckt.
Dann ging's weiter steil aufwaerts, immerhin versuesst durch reife
Blaubeeren, die am Weg wuchsen und an denen sich hauptsaechlich Miriam
guetlich tat.
Irgendwann wurde es wieder flacher, schliesslich eben, und dann ging es
immer steiler bergab. Schliesslich fuehrte der Kungsleden noch durch etwas
Sumpf - stets beplankt -, bis wir zum Anleger Svine kamen. Dort musste man
eine Boje einen Mast hochziehen, worauf ein sehr freundlicher Faehrmann mit
seinem Motorboot kam und uns uebersetzte (fuer wiederum 100kr pro Person).
Kurz vor dem Zielufer kamen uns zwei Leute (ein Paerchen) im Ruderboot
entgegen, unser Faehrmann meinte "oh, those are Germans!", und er wollte
wissen, was "hello" auf Deutsch heisst.
Ich erklaerte ihm "Hallo", "Moin" und, der Seefahrt angemessen, "Ahoi", was
er dann auch prompt an den beiden ausprobierte - und "Ahoi!" schallte es
zurueck, begleitet von "Ihr faulen Hunde!"...
Zu guter Letzt hier noch ein wenig bergauf gegangen, da man bei der Huette
nicht zelten konnte - und nun fertig fuer die Nacht.
Morgen liegen dann lauf Schild an der Huette noch 20 km bis Saltoluokta vor
uns - Boote mit Busanschluss fahren von dort aus um 1125 und 1715.
Miriam maekelt die ganze Zeit, dass ich nicht geschrieben habe, dass wir so
einen Tierbau gesehen haben, mutmasslich Vielfrass, mit derartig grossen
Loechern, dass man beser nicht hineintritt: Mindestens sieben Loecher zu
wieder mindestens 30cm Durchmesser auf wenigen Metern Weg.
Sind gestern die 20km in knapp sieben Stunden gegangen, plus eine Stunde
Mittagspause in der Schutzhuette Autsutjvagge, die sehr neu zu sein schien
und offenbar auch zum Uebernachten bestens geeignet waere.
Weil wir noch so viel Essen uebrighaben, haben wir uns sogar warmes
Mittagessen gehabt.
Hier in der Fjaellstation (wir haben uns aber einen Zeltplatz zu 180kr
gemietet) der reinste Luxus: Eine "Servicestation" mit Kochraum,
Trockenraum, heissen Duschen und sogar Saunen - getrennt fuer Maennlein und
Weiblein, und alles ist kostenlos fuer Gaeste. Damit ist der Preis auch
nicht zu hoch fuer den Zeltplatz, finde ich. Lediglich die Kueche des
Restaurants hatte, als wir mit Duschen fertigwaren, schon geschlossen, und
so gab es gestern abend noch einmal Tuetenverpflegung im Zelt.
Jetzt haengt mein Handy in der Haupthuette an einer "Handyladestation" (in
der Rezeption), und wir warten auf das Boot zum Bus.
Gestern auf dem Weg, nach der Schutzhuette, fanden wir auf dem Weg einen
wohl leider toten (oder sehr gut simulierenden) Lemming - sah sehr heil aus
und war, wenn wirklich tot, so doch nicht sehr lange, so dass wir ihn
vorsichtig gestreichelt haben - sehr puschelig und weich, etwa wie
Kaninchenfell, wenn nicht noch weicher. Vorsichtshalber haben wir uns danach
doch sofort die Haende gewaschen.
Mit dem Bus ging's von Kebnats (andere Seeseite von Saltoluokta) bis hier
fuer 135kr pro Person. Hier im Bahnhof im Reisebuero (geoeffnet Mo-Fr
0930-1700, Connex-Tlf. +(SE) 771 260000) konnten wir tatsaechlich noch fuer
heute zwei Schlafwagenplaetze reservieren bis Stockholm. Abfahren werden wir
hier um 1942, heisst, wir haben noch rund zwei Stunden totzuschlagen -
eingekauft haben wir schon und bei einem Inder in der Innenstadt ganz gutes
Essen zu Mittag gehabt.
Morgen Mittag werden wir in Stockholm ankommen, dann muessen wir noch einen
Platz im Bus nach Hamburg bekommen. Mal schauen, ob das auch so gut
funktioniert - sonst kenne ich auch noch eine nette Kneipe in
Stockholm...
Jetzt schauen wir erst einmal, ob's im "Presbyra" nebenan auch
nich-schwedisches zu lesen gibt fuer die Wartezeit und unterwegs...